Akupressur – Grundlagen und Behandlung

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Akupressur hilft gegen Verspannungen

Die Akupressur eignet sich inbesondere für Interessierte und Anfänger, die sich erst seit kurzem mit der traditionellen, Chinesischen Medizin befassen und die erste Erkenntnisse über die Wirkungsweise auf den eigenen Körper lernen möchten. Da die Akupressur weniger eindringlich ist als eine steckende Nadelbehandlung (Akupunktur) und auch selber durchzuführen ist, eignet sie dich besonders für das Kennenlernen der Druckpunkte des eigenen Körpers. Mehr dazu im Folgenden.

Häufig werden die Begriffe Akupunktur und Akupressur synonym verwendet – doch hinter beiden Begriffen steht eine eigenständige, medizinische Disziplin. Die Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten der beiden Therapien werden in diesem Artikel beleuchtet.

Akupressur – Herkunft

Die Akupressur hat ihre Wurzeln ebenso wie die Akupunktur in der traditionellen, chinesischen Medizin – und soll aus historischer Sicht gar der Vorläufer der modernen Akupunktur (stechen) sein. Mehr zum Thema TCM und den Grundlagen der traditionellen Heilkunst gibt es in unserem verlinkten Artikel.
Die enge Verwandtschaft der Akupressur mit der Akupunktur zeigt sich auch in den identischen Leitbahnen und Druckpunkte der beiden Disziplinen. Wo in der Akupunktur eine Nadel gestochen wir, dort wir in der Regel bei der Akupressur für einige Sekunden der entsprechende Druck ausgeübt. Die Akupressur ähnelt also einer Massage – daher auch der häufige Begriff „Akupunkturmassage“.

Akupressur und Akupunktur: Wo liegt der Unterschied?

Einmal von vorne: das Wort Akupressur setzt sich aus den lateinischen Begriffen für acus = Nadel sowie premere = drücken zusammen. Entsprechend wird oft argumentiert, dass es sich auch bei der Akupressur um eine Nadelbehandlung handelt. In unserem Artikel zur Akupunktur verweisen wir allerdings auf die ähnliche Übersetzung, da dich der Begriff Akupunktur ebenfalls aus acus (Nadel) sowie punctio (stechen) zusammensetzt. Und hier liegt der bedeutende Unterschied: Während bei der Akupressur ein gezielter Druck auf die sogenannten Akupressurpunkte ausgeübt wird – mit den Fingern, Fingernägeln oder entsprechendem Gerät, kommen die Nadeln nur in der Ursprungsform der Akupunktur zum Einsatz.

Das heißt:

  • Akupressur = Druck (stumpf; Finger, Instrumente)
  • Akupunktur = Stechen (spitz; Nadeln)

Wir möchten hier auf gar keinen Fall einen Streit der beiden Disziplinen heraufbeschwören. Im Alltagsgebrauch wird nur fälschlicherweise meist von Akupunktur und/oder Akupressur gesprochen, ohne die genaue Abgrenzung zu kennen. Diese Verallgemeinerung ist nicht korrekt aber verständlich, da die WHO die Akupressur als Unterkategorie der „Akupunktur“ klassifiziert.

Die Akupressur ist weniger eindringlich als eine Akupunkturbehandlung. Jeder kann sich selbst vorstellen, dass eine herkömmliche Massage per Druckausübung angenehmer ist, als eine stechende Nadelbehandlung. Für Anfänger, die sich für TCM interessieren, bietet die Akupressur also einen guten Einstieg, da sie auf den identischen Grundsätzen und Druckpunkten wie die Akupunktur basiert.

Akupressur – Anwendungsgebiete

Die Akupressur soll bei einer Vielzahl von körperlichen Symptomen helfen. Diese sind primär physisch, bspw. Verspannungen, Muskel- und Gelenksverletzungen, chronische Beschwerden des Bewegungsapparates, Rückenschmerzen, Schulter- und Nackenschmerzen oder ähnliche Symptome.

Damit verbunden sind allerdings auch psychische Leiden, zu denen wir bspw. Kopfschmerzen rechnen. Auch Stress kann durch eine entspannende Massage gelindert werden und das Wohlbefinden steigern. Hier dürfte die Ursache der Symptome allerding auch eher im physischen Bereich liegen. Der Stress auf der Arbeit lässt sich durch die Akupressur leider nur erträglicher machen, packt das Übel allerdings nicht an der Wurzel. Gleiches gilt für Schlafstörungen, Depressionen etc. – hier gilt es, einen Facharzt aufzusuchen und eine individuelle Anamnese zu treffen!

Akupressur – Behandlung

Wie bereits erwähnt basiert die Akupressur auf einer Massagebehandlung, bei der bestimmte Druckpunkte massiert, aber auch erwärmt werden können. Beides geht natürlich auch in Kombination.

Für die Akupressur gibt es diverse Druckpunkte, die für bestimmte Beschwerden prädestiniert sind und Linderung versprechen. Diese Akupressurpunkte sind grundsätzlich bei allen Menschen identisch und mehrfach vermerkt worden. Wir können vor allem diesen Besteller für unter 10€ empfehlen, der sich besonders an Anfänger richtet und ohne große Drumherum auf die wesentlichen Punkte eingeht – im wahrstem Sinne des Wortes. 60 super informative Seiten und schnell umzusetzen.

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  • Hermine Tenk
  • Facultas / Maudrich
  • Auflage Nr. 6 (01.02.2007)
  • Taschenbuch: 60 Seiten

Die häufigste Variante ist sicherlich die Behandlung der Akupuressurpunkte am Rücken – nicht zwingend alleine durchzuführen, aber durch den Partner einfach zu realisieren. Idealweise liegt der geplagte Patient mit dem Bauch auf einer Massageliegt mit extra Kopfloch. Einfacher und platzsparender sind allerdings klappbare und tragbare Massagestühle, die sich einfach im Abstellraum verstauen lassen und kostengünstiger sind. Die richtige Liege- oder Sitzposition ist von großer Bedeutung, damit man entspannt sitzen kann. Niemandem ist geholfen, wenn die Massageposition nur zu weiteren Verspannungen führt. Im Extremfall kann eine Behandlung in solchen Situationen sogar negative Auswirkungen haben bzw. von den eigentlichen Verspannungen ablenken. Für gute 60€ empfehlen wir den folgenden Massagestuhl, der sich schnell und einfach auf- und abbauen lässt und gut verstaubar ist. Klar gibt es bessere Stühle jenseits der 200€ – für den Hausgebrauch eignet sich dieser Stuhl aber allemal:

TecTake Massagestuhl Tattoostuhl + Tasche (Schwarz)
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  • Perfekte Stabilität durch stabilen Metallrahmen.
  • Extra dicke Polsterung (bis zu 9 cm) für bequeme Behandlungen.
  • inkl. Tragetasche.
  • Totalmaße: 80 x 50 x 105 cm
  • Gewicht: ca. 10,5 kg

Liegt oder sitzt man nun gemütlich, werden die Akupressurpunkte gesucht. Dabei hangelt man sich entweder an den fixen Punkten aus dem oben genannten Buch entlang, oder geht eigenständig auf die Suche. Meist sind die Punkte in der Nähe der schmerzenden Körperregionen. Die Akupressurpunkte liegen in der Regel in Vertiefungen zwischen Knochen, Muskeln und Sehnen und sind besonders Schmerzempfindlich. Der Betroffene sollte relativ schnell merken, wo der persönliche Sweetspot ist. Der exakte Punkt kann von der Liste in unserem Buch abweichen, dennoch hilft ein wenig Orientierung.

Ist der Punkt gefunden, wird nun vorsichtig mit den Fingerkuppen gedrückt – wichtig ist Feedback, sofern man jemand anderes massiert. Ein gewisser Schmerz sollte toleriert werden, allerdings sollte dieser nicht zu unangenehm sein. Es gilt, sich durch langsame Kreisbewegungen mit der Fingerkuppe an den richtigen Druck heranzutasten. Bei akuten schmerzen empfehlen wir eine 30 Sekunden andauernde Kreisbewegung mit leichtem Druck. Bei leichteren Verspannungen bzw. in einer Folgesitzung eignet sich auch ein festerer Druck über 10 Sekunden, sofern die Körperstelle nicht unempfindlich ist.

Nach diesem Muster werden die betroffenen Schmerzpunkte nach und nach massiert. Es eignen sich vor allem Daumen, Zeige- und Mittelfinger für die Massage. Sind die Finger erschöpft, können auch der Handballen oder die Fingerknöchel für Abhilfe sorgen.

Noch punktueller massiert man mit sogenannten Akupressurstiften aus Metall, die durch zwei unterschiedlich große Kugeln am Ende die Finger signifikant schonen und eine graduellere Massage erlauben. Wir nutzen vor allem für gezielte Akupressurpunkte den Akupressurstift von Remus mit einer großen (6mm) und einer kleinen Kugel (2,5mm). Trifft man damit den gesuchten Punkt – unbeschreiblich! Und auch der Masseur braucht weitaus weniger Kraft.

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  • NARBEN SELBST BEHANDELN: Der Akupressurstift ist wunderbar geeignet, um Narben, Verspannungen und Verklebungen zu lösen.
  • LIEGT GUT IN DER HAND: Der Massagestift ist angenehem zu halten. Die Riffelung sorgt dafür, dass Sie den Stift auch sicher halten können, wenn Sie z.B. mit Öl arbeiten.
  • KLEINE UND GROSSE KUGEL: Zur individuellen Behandlung stehen Ihnen 2 Kugeln mit verschiedenen Durchmessern zur Verfügung. Je nachdem welchen Bereich des Körpers Sie behandeln, können Sie jederzeit variieren.
  • DESINFIZIERBAR UND STERILISIERBAR: Da der Akupressurstift aus rostfreiem Edelstahl gefertigt ist, kann sterilsiert und desinfiziert werden.
  • PASSENDE SCHUTZHÜLLE: Zum Schutz des Massagestiftes wird eine passende Hülle mitgeliefert in, welcher Sie den Stift aufbewahren können.

Abschießend können wir die Akupressur wie angesprochen vollumfänglich als Einsteigermethode wählen. Ein wenig Ahnung über die Akupunkturpunkte und herumprobieren können erstaunliche Ergebnisse liefern, ohne ein Risiko einzugehen oder eine weitreichendere Nadelbehandlung in Anspruch zu nehmen (was keine Abwertung der Akupunktur sein soll). Die Akupressur eignet sich perfekt für daheim und ist eine perfekte Überraschung für den Partner.

Auf dem Weg zum Profi eignen sich die passenden Stühle oder ein Massagestift für gezielteres und entspannteres massieren.

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