Akupunktur gegen Heuschnupfen

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Wie Akupunktur gegen Heuschnupfen hilft

Alle Jahre wieder – kaum fängt es an zu Blühen, geht das Naselaufen, Niessen, Augenjucken und Brennen wieder von vorne los. Der gemeine Heuschnupfen – auch allergische Rhinitis genannt – ist die am weitesten verbreitete Allergie in den westlichen Industrieländern und betrifft sowohl Kinder als auch Erwachsene. Noch gibt es kein Allheilmittel – jedoch ist es inzwischen wissenschaftlich nachgewiesen, dass Akupunktur gegen Heuschnupfen helfen und die Symptome lindern kann.

Akupunktur gegen Heuschnupfen: Sachlage

Wie so oft ist die Wirksamkeit von Akupunktur umstritten, gleiches gilt auch bei der Wirkung von Akupunktur gegen Heuschnupfen. Dabei handelt es sich, Stand heute, um eine höchst effiziente und vor allem natürliche Methode gegenüber herkömmlichen Medikamenten.

Oder möchten Sie sich gerne Frühjahr für Frühjahr mit teils syntetischen und unnatürlichen Medikamenten vollpumpen, die bei andauernder Einnahme negative Nebenwirkungen mit sich bringen, und viele Symptome einzig Überlagern, anstatt Sie an der Wurzel zu packen und zu lindern? Nasensprays schädigen auf Dauer Ihre Schleimhäute, mit Alkohol versetzte Mittelchen können keine Dauerlösung sein und niemand möchte, gedämpft von starker Medikation, durch den Alltag stolpern.

Aber was ist der aktuelle Stand der Forschung bei der Frage, wie Akupunktur gegen Heuschnupfen hilft?

Forschungen gibt es mittlerweile zahlreiche, die meisten weisen die positiven Effekte von Akupunktur gegen Heuschnupfen auf. In den meisten Studien geht es allerdings weniger um einen Vergleich von herkömmlichen Medikamenten gegen Heuschnupfen mit Akupunktur, sondern um die generelle Wirksamkeit von Akupunktur gegen Heuschnupfen.

Die Studie „Acupuncture in patients with seasonal allergic rhinitis: a randomized trial“ aus dem Jahr 2013 kommt bspw. zu dem folgenden Ergebnis (übersetzt):

Akupunktur führte zu statistisch signifikanten Verbesserungen in der krankheitsspezifischen Lebensqualität […] nach 8 Wochen Behandlung, im Vergleich zur Scheinakupunktur […], aber die Verbesserungen können nicht klinisch signifikant sein.

Subjektiv nimmt also eine signifikante Teilnehmerzahl der Test-Gruppe die Auswirkung der Akupunktur gegen Heuschnupfen als positiv wahr – im Vergleich zu der Gruppe, die nur zum Schein mit Akupunktur therapiert wurde. Klinische Beweise hingegen konnten nicht getroffen werden.

Auch eine Studie zum Thema „Acupuncture for the treatment of allergic rhinitis: a systematic review and meta-analysis.“ aus dem Jahr 2015, die Ergebnisse von 1980 bis 2013 untersucht hat, kommt zum gleichen Ergebnis:

Our meta-analysis suggests that acupuncture could be a safe and valid treatment option for AR patients

Erneut lässt sich also festhalten, dass Akupunktur eine valide Alternative gegenüber herkömmlichen Medikamenten und Hausmitteln darstellt, um die Symptome des Heuschnupfens abzuschwächen.

Klinische Beweise und endgültige Aussagen lassen sich nicht treffen und werden häufig von der klassischen Medizin und ihren Vertretern angezweifelt. Aufgrund der eigentlich nicht vorhandenen Nebenwirkungen der Akupunktur, sehen wir allerdings kein Risiko, weshalb man es nicht versuchen sollte.

Das folgende Video aus dem NRW-TV können wir auch noch einmal als Anschauungsmaterial empfehlen:

Akupunktur gegen Heuschnupfen: Anwendung

Bevor man sich für eine Akupunkturbehandlung entscheidet, raten wir wie immer zur vorherigen Konsultation eines Facharztes! Nur dieser kann auf die Individuellen Beschwerden und die Krankheitshistorie adäquat eingehen und die Risiken sowie Nebenwirkungen beurteilen.

Grundsätzlich sollte die Akupunkturbehandlung gegen Heuschnupfen bereits vor der Heuschnupfensaison beginnen. Durch die Stimulation des Nervensystems durch die Nadeln schüttet der Körper vermehrt körpereigene Immunstoffe aus. Diese Immunstoffe sorgen dafür, dass die Allergene, welche den Heuschnupfen auslösen, sich nicht mehr ungehindert entfalten können, sondern effektiv durch den Körper selbst eingedämpft werden. Entsprechend der Tipp, bereits vor der Saison mit der Akupunktur gegen Heuschnupfen zu beginnen, um das Immunsystem rechtzeitig zu aktivieren.

Bei einer Sitzung werden etwa 20 Nadeln gesetzt, eine Sitzung dauert eine gute halbe Stunde. Im Schnitt sind 8 – 15 Sitzungen fällig, ehe sich die Symptome abschwächen oder der Heuschnupfen gänzlich verschwindet.
Die Kosten pro Sitzung liegen zwischen 25 – 50€ – wobei wir bei einem Nachteil der Akupunkturbehandlung wären.

Private Krankenversicherer bieten Akupunkturleistungen meist als Inklusivleistung an – viele gesetzliche Krankenversicherungen hingegen sehen die Behandlung als individuelle Gesundheitsleistung, welche bezahlt werden muss. Informieren Sie sich einfach direkt bei Ihrer Krankenkasse und Ihrem Facharzt – auch über mögliche Studienprogramme.

Vor- und Nachteile von Akupunktur gegen Heuschnupfen

Es gibt deutliche Vorteile der Akupunktur gegenüber vielen gängigen, medikamentösen Behandlungsformen gegen Heuschnupfen. Anti-Histaminika und Cortisonpräparate bringen zwar eine kurzfristige Linderung der Symptome, bürgen aber auf lange Sicht und bei langfristiger Anwendung eine große Zahl von Nebenwirkungen. Ein chronisch verlaufender Heuschnupfen kann so nicht geheilt werden.

Die Akupunktur hingegen kurbelt auf natürliche Art und Weise und ohne Zusatzpräparate, das körpereigene Immunsystem an. Hierdurch können die Allergene effektiv bekämpft werden und es gar zu einer langfristigen Besserung führen.

Lediglich die Kostenseite bleibt zu hinterfragen – die Wirkung von Akupunktur gegen Heuschnupfen wird nicht von allen Krankenkassen anerkannt, weshalb vor allem gesetzlich versicherte Patienten zahlen müssen – bis zu 750€ für 15 Sitzungen. Wer von Heuschnupfen geplagt ist, dem dürfte es der Versuch dennoch wert sein.

 

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