TCM: Traditionelle Chinesische Medizin

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TCM Traditionelle chinesische Medizin

TCM: Traditionelle Chinesische Medizin

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) entstand im alten China und hat sich über Tausende von Jahren entwickelt. TCM Praktiker verwenden pflanzliche Arzneimittel und verschiedene Geist- und Körperpraktiken, wie Akupunktur und Tai Chi, um verschiedenste Gesundheitsprobleme zu behandeln oder zu verhindern. Dieser Beitrag bietet einen allgemeinen Überblick über TCM und schlägt Quellen für zusätzliche Informationen vor.

Der menschliche Körper ist eine Miniaturversion des größeren, umliegenden Universums.

TCM umfasst viele verschiedene Praktiken, einschließlich Akupunktur, Moxibustion (Wärme auf Akupunkturpunkte), chinesische Kräutermedizin, tui na (chinesische therapeutische Massage), Ernährungstherapien und Tai Chi und Qi Gong (Praktiken, die spezifische Bewegungen oder Haltungen kombinieren – beispielsweise koordinierte Atmung und geistiger Fokus). TCM ist in der alten Philosophie des Taoismus verwurzelt und eine mehr als 2500 Jahre alte Lehre. Traditionelle Philosophien der Medizin gibt es auch in anderen ost- und südasiatischen Ländern, darunter Japan (wo die traditionelle Kräutermedizin Kampo genannt wird) und Korea. Einige dieser Systeme wurden von TCM beeinflusst und ähneln sich in gewisser Weise, aber jeder Strömung hat ihre eigenständige TheoriTCM Ying und Yange entwickelt.

Dieses Merkblatt konzentriert sich auf TCM als Ganzes. Für Informationen über einige der einzelnen Praktiken in der traditionellen, chinesischen Medizin, informieren Sie sich bitte auf den diversen Unterseiten zu Akupunktur, Tai Chi, Qi Gong etc. auf unserer Website.

 

TCM: Zugrunde liegendes Konzept

TCM basiert auf verschiedenen Grundannahmen, die wir im Folgenden vorstellen möchten. Diese sind stark esoterisch geprägt, bilden aber die Grundlage vieler, asiatischer Heilpraktiken:

  • Der menschliche Körper ist eine Miniaturversion des größeren, umliegenden Universums.
  • Harmonie zwischen zwei entgegengesetzten, aber komplementären Kräften, genannt Yin und Yang, unterstützt Gesundheit aber auch Krankheit, resultierend aus einem (Un)gleichgewicht zwischen diesen Krä
  • Fünf Elemente – Feuer, Erde, Holz, Metall und Wasser – repräsentieren symbolisch alle Phänomene, einschließlich der Stadien des menschlichen Lebens, und erklären die Funktionsweise des Körpers und wie er sich während der Krankheit verhä
  • Qi, eine lebenswichtige Energie die durch den Körper fließt, spielt eine Elementare Rolle bei der Wahrung der körperlichen und geistigen Gesundheit.

Eine nicht ordnungsgemäß durchgeführte Akupunktur kann zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen.

TCM: Wie sicher ist die traditionelle, chinesische Medizin?

  • Akupunktur gilt in der Regel als sicher, wenn sie von einem erfahrenen Praktiker mit sterilen Nadeln durchgeführt wird. Eine nicht ordnungsgemäß durchgeführte Akupunktur kann zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen. Daher informieren Sie sich bitte, ehe Sie Akupunktur und traditionelle Methoden zur Behandlung in Betracht ziehen.
  • Tai Chi und Qi Gong sind in der Regel sicher.
  • Die Qualität von chinesischen Gesundheitspräparaten ist bisweilen schwer zu beurteilen und kann schwere Verunreinigungen aufweisen. Achten Sie dabei unbedingt auf die Herkunft der Präparate beziehungsweise zertifizierte Zwischenhändler. Wir sprechen Empfehlungen aus, um Sie zu unterstützen. Dennoch gilt es, sich über Nebenwirkungen und Allergien zu informieren.

TCM: Stand der TCM-Forschung

Trotz des weit verbreiteten Einsatzes von TCM in China und seiner Verwendung im Westen ist ein rigoroser wissenschaftlicher Beweis für die Wirksamkeit nicht vollends bewiesen. TCM ist für Forscher schwierig  zu studieren, weil die Behandlungen oft komplex sind und auf anderen Annahmen basieren, als die westliche Medizin.

Die meisten Forschungsstudien über TCM konzentrierten sich auf spezifische Techniken, vor allem Akupunktur und chinesische pflanzliche Heilmittel. Weiterhin gab es viele systematische Untersuchungen von Studien von TCM-Ansätzen für verschiedene Symptome.

Eine Einschätzung der Forschung ergab, dass 41 von 70 systematischen Überprüfungen (darunter 19 von 26 Rezensionen über Akupunktur für eine Vielzahl von Beschwerden und 22 von 42 Bewertungen über chinesische Kräutermedizin) nicht in der Lage waren, Schlussfolgerungen hinsichtlich der Wirksamkeit von TCM zuzulassen. Die anderen 29 systematischen Rezensionen (einschließlich 7 von 26 Rezensionen zu Akupunktur und 20 von 42 Rezensionen zu chinesischer Kräutermedizin) führten mögliche Vorteile auf, konnten aber aufgrund der geringen Menge oder schlechter Qualität der Studien keine definitiven Schlussfolgerungen zulassen.

In einer 2012 durchgeführten Analyse, die Daten über einzelne Teilnehmer in 29 Studien der Akupunktur hinsichtlich Schmerzen (Rücken-oder Nackenschmerzen, Osteoarthritis oder chronische Kopfschmerzen), berichteten die Teilnehmer der TCM-Behandlung von einer merklichen Schmerzlinderung im Vergleich zu denjenigen, die keine Akupunkturbehandlung erhielten. Allerdings gilt es festzuhalten, dass ein Teil der Studienteilnehmer nur zum Schein einer Akupunkturbehandlung unterzogen wurde – die Nadeln wurden dabei nicht durch die Haut gestochen. Diese Gruppe berichtete dennoch von einer deutlichen Schmerzlinderung – man kann also von einem Placebo-Effekt sprechen.

Tai Chi wurde nicht so intensiv wie Akupunktur oder die chinesische Kräutermedizin untersucht, aber neuere Studien, darunter einige vom amerikanischen NCCIH unterstützt, deuten darauf hin, dass Tai Chi dazu beitragen kann, Gleichgewicht und Stabilität bei Menschen mit Parkinson-Krankheit zu verbessern; Schmerzen bei Knie-Osteoarthritis und Fibromyalgie; zu reduzieren und die Lebensqualität und Stimmung bei Menschen mit Herzinsuffizienz zu fördern.

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